Ein Tulpenbaum vor der Sparkasse

Zum Tag des Baumes gab es Ersatz für die gefällte Blutbuche.

Sparkassendirektor Ulrich Feuerstein hat Wort gehalten: Zum “Internationalen Tag des Baumes” wurde am Montag vor der Villa Kräuter ein neuer Baum gepflanzt. Dort, wo die Stadtbild bestimmende Blutbuche stand, wird nun ein Tulpenbaum wachsen.

Viele Jahrzehnte lang hatte die Blutbuche das Straßenbild in der oberen Werderstraße bestimmt. Weil sie massiv von einem Pilz geschädigt war und damit die Standfestigkeit in Frage gestellt wurde, musste sie gefällt werden. “Wir hatten schon vor der Fällung deutlich gemacht, dass wir schnellstmöglich für einen adäquaten Ersatzbaum sorgen werden”, erinnerte Sparkassendirektor Ulrich Feuerstein an die Zusage der Sparkasse Markgräflerland.

Und so war es für den Vorstand des Geldinstitutes auch keine Frage, an dieser exponierten Stelle auch wieder einen stattlichen Jungbaum pflanzen zu lassen. Diskutiert wurde im Kreis der Sparkasse mit den Baumexperten, welche Baumart zum Zuge kommen sollte. Am Ende setzte sich der Tulpenbaum gegen eine neue Blutbuche durch. “Auf der Werderstraße fehlt etwas”, zitierte Bürgermeisterin aus Zuschriften einiger Bürger. Andere vermissen nun eine “lauschige Ecke”, weitere Zuschriften bedauerten die entstandene “kahle Stelle”. Allen Bürgern könne nun die freudige Mitteilung gemacht werden, die Sparkasse habe mit dem Baum die Lücke wieder geschlossen, sagte die Bürgermeisterin und bedankte sich bei der Sparkasse für das stattliche Jungexemplar.

“Der Tulpenbaum hat in diesem Bereich eine gewisse Tradition”, erklärte der diplomierte Forstwirt und Mitarbeiter der Fachfirma Pfefferer Baumkultur, Harald Jetter. Diese Baumart gehöre zu den Magnoliengewächsen und passe zu der in den vergangenen Jahrhunderten gepflegten exotischen Baumkultur, die von der Familie Blankenhorn und anderen Baumfreunden in den damals grünen Anlagen Müllheims gepflanzt wurden. “Der Tulpenbaum ist ein rasch wachsender Baum mit einem jährlichen Zuwachs von etwa 30 Zentimeter pro Jahr – bei guten Standortbedingungen”, sagt Jetter. Diese Bedingungen seien mit dem ausgezeichneten Untergrund gegeben. Der gepflanzte Baum habe ein Alter von acht bis zehn Jahren, schätzt Jetter, und werde eine Höhe von 25 bis 30 Meter erreichen können. Die tulpenartigen Blüten sind grün-gelb und treten etwa Mitte Mai zwischen dem Laubaustrieb hervor.

mps
Quelle: Badische Zeitung vom 27.04.2016