Mehr Sicherheit auf der Murgtalallee

Spezialisten schneiden Totholz heraus / Parallel werden Nistkästen für Fledermäuse angebracht.

RICKENBACH-HOTTINGEN. Für den Erhalt der unter Denkmalschutz stehenden Murgtalallee sind seit Montag drei Mitarbeiter des Müllheimer Baumpflegeunternehmens Pfefferer im Einsatz. Ihre Hauptaufgabe ist das Heraussschneiden von Totholz aus den bis zu 28 Metern hohen Laubbäumen zugunsten der Verkehrssicherheit.

Während der Arbeiten ist die alte Murgtalstraße im Alleenabschnitt voraussichtlich noch bis Mittwoch oder Donnerstag dieser Woche für den Fahrzeug- und Fußgängerverkehr gesperrt. Zum mehrtägigen Einsatz gehören auch Eingriffe an den in der jüngeren Zeit neu gepflanzten Alleebäumen.

“Es werden Äste zurückgeschnitten, die sich verkreuzt haben und die so tief hängen, dass sie das für Gemeindestraßen erforderliche Lichtraumprofil mit einer Höhe bis zu 4,50 Metern nicht mehr gewährleisten”, berichtete Ralf Jurisch, der als Fachagrarwirt für die Baumpflege das Team leitet. Die Gruppe setzt im Auftrag der Gemeinde den vom Firmenchef Ulrich Pfefferer nach einer vorangegangenen Alleebesichtigung erarbeiteten Maßnahmenkatalog um.

  • Schnitteinsatz mit mehrfach gesicherter Seiltechnik*

Der Schnitteinsatz mit mehrfach gesicherter Seiltechnik lohnt sich nach Einschätzung der Pfleger, weil die Bäume noch länger für einen schönen Alleeanblick sorgen können.

Aber insbesondere auf die Eschen, die seit einiger Zeit durch Pilzkrankheiten bundesweit stark gefährdet werden, muss die Gemeinde in den kommenden Jahren ein Auge haben, um vorbeugende und nachhaltig wirkende Maßnahmen einleiten zu können.

Im Zuge der Arbeiten hängten die Baumpfleger auch noch sieben vom Schwarzwaldverein Vorderer Hotzenwald besorgte Nistkästen für Fledermäuse im hohen Astwerk auf. Diese Initiative begrüßte auch Elmer Werner, der sich als Anlieger der Allee bereits Mitte der 1990er Jahre um einen Erhalt des über 100 Jahre alten Baumbestandes kümmerte und der auch die bezuschusste Auffüllung von Alleelücken durch Neuanpflanzungen organisierte.

Die an der Murg noch zahlreich gesichteten Fledermäuse gehören wegen der in Deutschland stetig kleiner werdenden Lebensräume bereits zu den gefährdeten Tierarten. Um die Pflege von Nistkästen werden sich auch in Zukunft Schwarzwaldvereinsmitglieder kümmern, berichtete Werner als Mitglied des Wander- und Heimatpflegevereins.

Wolfgang Adam
Quelle: Badische Zeitung vom 17.05.2017