30 Jahre Pfefferer Baumkultur

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30 Jahre Pfefferer BAUMkultur

Mein Freund der Baum …
Er ist selber ein Mann wie ein solcher und vielleicht hat er sie gerade deshalb zu seinen Freunden erkoren: Die Rede ist von Ulrich Pfefferer und den Bäumen. Dieses Jahr feiert er mit seinem Betrieb Jubiläum: Seit 25 Jahren kümmert sich der gelernte Meister des Garten- und Landschaftsbaus gemeinsam mit seinem Team aus Fachleuten der Agrar- und Forstwirtschaft, der Landschaftspflege und des Gartenbaus um die Leuchttürme der Natur. Er begleitet die mehr oder weniger langen »Grünen« über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg von der Planung und Pflanzung bis hin zur Fällung am Ende eines hoffentlich langen Baumlebens.

25 Jahre – das ist für einen Baum meist nur ein kurzer Ausschnitt aus seinem Leben. Für einen Menschen jedoch ist es eine lange Zeit, um umfassende und fundierte Berufserfahrung zu sammeln. Das hat Ulrich Pfefferer auf seinem Gebiet wahrhaftig getan. Und man muss sicherlich auch ein Stück weit besessen sein von einer Idee, um sich in unserer schnelllebigen Zeit mit einer Arbeit zu beschäftigen, die ihre Resultate und Wirkungen oft erst in der Zukunft so richtig entfaltet.

Schon bei der Planung lässt sich das Spezialistenteam daher gerne einschalten, denn ein Baum ist kein Kurzfristinvestment und auch kein lebloses Straßen- oder Gartenmöbel. Ein Baum steht in der Regel noch an seinem Platz, wenn sein Pflanzer längst in andere Gefi lde gezogen ist.

»Man sollte einen Baum nicht leichtfertig pflanzen, sondern sich gleich zu Anfang Gedanken darüber machen, wie groß er einmal als ›Erwachsener‹ werden wird. Vor allem auch, wie weit sich seine Wurzeln ausbreiten und ob ihm umliegende Gebäude oder andere bauliche Einrichtungen dazu genügend Platz lassen«, gibt Ulrich Pfefferer allen mit auf den Weg, die einen privaten Garten oder auch eine öffentliche Grünfläche anlegen wollen.

Arbeit auf höchster Ebene

Gerade in Letzteren sind er und seine Mannschaft viel unterwegs. Rund Dreiviertel der Aufträge kommen von Kommunen. Zwischen Waldshut und Baden-Baden gibt
es daher nur wenige Stadt- oder Parkbäume, belaubte Naturdenkmäler oder jüngere Anlagen, die das Team noch nicht in Augenschein genommen oder einer effektiven, langfristig wirkenden Grundpflege unterzogen hat.

Bei den meisten dieser Arbeiten geht es »hoch hinaus«. Die Mehrzahl der Männer bei Baumkultur Pfefferer ist daher auch als Baumkletterer zertifiziert. Und das ist auch gut so, denn die Arbeit ganz oben in den Baumwipfeln, ist sprichwörtlich schwindelerregend und erfordert eine hervorragende körperliche Leistungs- und Koordinationsfähigkeit. Zudem müssen sich die Männer bei dieser Arbeit wie eine Seilschaft im Gebirge absolut aufeinander verlassen können.

Die Kultur des achtsam miteinander Umgehens bezieht Ulrich Pfefferer daher nicht nur auf den Umgang mit seinen »Kunden«, den Bäumen, sondern besonders auf sein Team. »So wie wir mit den grünen Riesen umgehen, so gehen wir auch miteinander um. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit und spiegelt sich ganz automatisch dann auch im Miteinander mit unseren Auftraggebern wider«, argumentiert der Chef der Truppe und man nimmt ihm dieses Glaubensbekenntnis auch ohne Zweifel ab.

Ein ganzes Baumleben lang

Wichtig ist ihm daher auch ganz besonders, dass sein Unternehmen das Wort »Baumkultur« und nicht einfach nur Baumpflege im Namen trägt. Denn zu den notwendigen Arbeiten zählt eben nicht nur die Grundpflege, die ein erwachsener Baum alle acht bis zehn Jahre braucht, sondern auch die Vorbeugung und Heilung von Baumkrankheiten und auch das Fällen.

»Ein Baum hat das Recht auf ein würdiges Leben, aber auch auf einen Tod, wenn die Zeit reif dafür ist. Auch das gehört zum Thema Kultur. Und manchmal müssen wir unsere Auftraggeber dann auch davon überzeugen, dass es besser ist, sich von einem Baum zu trennen – aus unterschiedlichsten Gründen.«

Auch auf diesem Feld kann das Team von Baumkultur Pfefferer schon auf so manche spektakuläre Aktion zurückblicken, etwa auf die Fällung einer gigantischen Tanne mit Hilfe eines Krans, da man den Baum wegen der umliegenden Bebauung nicht niederlegen konnte.

Vom achtsamen Umgang

Viel Zeit investiert das Unternehmen aber auch in die Beratung und Information anderer »Baumfreunde«. Die Lebensinteressen von Mensch und Baum in Einklang zu bringen, ist dabei vorderstes Ziel und Ausdruck echter Kultur. Nicht müde werden die Spezialisten darin, immer wieder auf artgerechte Pflege hinzuweisen, Bäume vor Verstümmelung und achtloser Verletzung zu schützen und zu vermitteln, dass unsere grünen Mitbewohner auch Lebensraum für Insekten, Vögel und Säugetiere sind.

Ökologische Erwägungen spielen daher auch immer eine große Rolle, wenn das Team zu Baumarbeiten ausrücken muss. Gefällt werden darf nach dem Landesbaumschutzgesetz ohnehin nur zwischen Oktober und Ende Februar, geschnitten werden kann aber im Prinzip das ganze Jahr. Am liebsten ist es Ulrich Pfefferer, wenn die Bäume Laub tragen. Aber: »Blutende Bäume schneidet man besser nicht im Frühjahr, weil da die Säfte steigen und der Baum zu stark leidet. Und immer müssen wir auch auf Vogel- und Fledermausschutz achten. Bäume, in denen Nester sind, bearbeiten wir daher nach Möglichkeit erst nach der Brutzeit«, gibt er zu bedenken.

Eine wertvolle Arbeit

Gemeinsam mit seinen neun Mitarbeitern möchte er noch viele Menschen zu Baumfreunden machen, sie von der Schönheit der mächtigen Laub- und Nadelträger überzeugen, sie zur Pflanzung und Kultur anregen. Dabei denkt er nicht nur an die Planer der öffentlichen Auftraggeber, sondern ganz besonders auch an Privatleute.

»Wir beschäftigen uns nicht mir der jährlichen Unterhaltungspflege von Bäumen, sondern mit langfristig wirkenden Maßnahmen. Unsere Arbeit ist daher sicherlich nicht billig,« so denkt der Baumspezialist laut nach, »aber gemessen an dem, was wir für einen Baum und seinen Besitzer tun können, bekommen unsere Kunden eine absolut preiswerte Leistung.«

Ulrich Pfefferer und sein Team sind begeistert von Bäumen. Das wird ziemlich rasch klar, wenn man sich mit den Leuten draußen auf ihrem Betriebsgelände im Müllheimer Gewerbegebiet unterhält. Und: Diese Begeisterung ist ansteckend. Lassen Sie sich doch einfach auch mal infizieren!

Aus: Spektrum 01/09, Licht Blick